SEO

SEO-Tipps für kleine Unternehmen und den Mittelstand

Bei Google gefunden zu werden, wenn man den eigenen Firmennamen eingibt, bedeutet nicht automatisch, eine gute Platzierung in den Suchergebnissen zu erreichen. Ziel ist es dann gefunden zu werden, wenn jemand dein Unternehmen nicht kennt. Nutzer geben dann in die Suchleiste ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung ein. Wenn dein Unternehmen dieses Produkt oder diese Dienstleistung anbietet, möchtest du jetzt hier unter den Ergebnissen weit oben erscheinen. Und genau das gelingt mit SEO.

Was ist SEO?

SEO steht für search engine optimization, auf Deutsch Suchmaschinenoptimierung. Gemeint ist die Optimierung einer Website für Suchmaschinen (Google), damit die Kundenwebsite bei relevanten Suchanfragen weit oben in den organischen Treffern der Suchmaschine angezeigt wird. Hierfür wird die Website technisch und inhaltlich optimiert (Onpage) ebenso wie Maßnahmen außerhalb der Website (Offpage) wie z. B. Verlinkungen von anderen Onlineauftritten. SEO hat das Ziel, eine Website für relevante Suchbegriffe gut bei Google zu platzieren und damit mehr Besucher auf die Website zu bringen.

Warum ist SEO wichtig?

Wer kann an einem Sonntag bei dem Wasserschaden in meinem Haus helfen? Welche warmen Materialien für eine Winterjacke gibt es? Welcher Zahnarzt in meiner Nähe bietet Keramik-Implantate? Wo kann ich einen Container für Bauschutt leihen? Diese und ähnliche Fragen stellen die meisten Menschen einer Suchmaschine, um die passende Antwort für sich zu erhalten.

Die mit Abstand wichtigste Suchmaschine mit einem Marktanteil von 97 Prozent mobil und 83 Prozent am Desktop ist in Deutschland der Anbieter Google [Quelle Statista]. 3,5 Milliarden Suchanfragen verarbeitet Google jeden Tag weltweit [Quelle Hubspot].

Weniger als 1 % aller Klicks entfallen bei einer Google Suche auf die Treffer auf Seite 2. Unternehmen, die mit ihrer Website nicht auf Seite 1 stehen, existieren online demnach nahezu nicht. Und mit Abstand die meisten Klicks (28 %) entfallen auf der Seite 1 auf Position 1, während nur noch etwa die Hälfte (15 %) auf Position 2 klickt [Quelle Sistrix].

Mit der Platzierung der eigenen Website vorne in den Suchergebnissen erreichen Unternehmen folglich viele Menschen, die nach ihrem Produkt oder ihrer Dienstleistung suchen.

Wie entscheidet Google, welche Website in den Suchergebnissen oben steht?

Grundsätzlich möchte Google die Website mit der richtigen Antwort auf die Suchanfrage des Nutzers vorne in den Suchergebnissen zeigen. Und das geht wie folgt:

  • Google-Crawler

Google crawlt alle öffentlich zugänglichen Internetauftritte, d.h. die Websites, die über Verlinkungen auffindbar sind, werden mit einem Programm (Crawler oder auch Robot genannt) durchsucht.

  • Google-Index

Die dabei erfassten Informationen wie z. B. alle Wörter auf der Website werden bei Google in einer Art Bibliothek gespeichert – sie landen im Google Index, der die Grundlage für die Google-Trefferliste bildet.

  • Google-Algorithmus

Gibt ein Nutzer eine Suchanfrage bei Google ein, greift Google basierend auf den eingegebenen Suchwörtern auf die Informationen im Google-Index zu und berechnet in Echtzeit mit dem Google-Algorithmus ein Ranking passender Websites, die das (seiner Meinung nach) beste Suchergebnis als Antwort auf die Suchanfrage liefern.

Mehr Informationen vertiefend bei Google selbst: Wie funktioniert die Google Suche?

Der Google-Algorithmus umfasst rund 200 Rankingfaktoren. Die einzelnen Faktoren und ihre Gewichtung im Algorithmus veröffentlicht Google nicht. Einige Rankingfaktoren sind allerdings von Experten und teils auch von Google selbst bestätigt. Diese schauen wir uns im Folgenden genauer an, um zu verstehen, wie man bei der Suchmaschineoptimierung vorgeht.

Wie geht SEO?

Das Ziel von Suchmaschinenoptimierung ist nicht die Optimierung der Suchmaschine, sondern die Optimierung der Website für die Suchmaschine. Es geht darum, die Website für Google und für die Nutzer verständlich zu machen, um die beste Antwort auf die Suchanfragen zu liefern.

Um in den Suchergebnissen weit oben zu ranken, müssen die folgenden bekannten und (vermutlich) wichtigsten Rankingfaktoren berücksichtigt werden:

1. Content

Gute, einmalige Inhalte mit Mehrwert bieten den Nutzern die gesuchten Antworten und sind so für die Google-Suchergebnisse relevant.

2. Technischer Aufbau

Beim technischen SEO geht es darum, dass das technische Fundament stimmt, dass die Seite gut und strukturiert aufgebaut ist und Google auf die Website zugreifen kann. Bekannte Faktoren sind hier z. B. die https-Verschlüsselung, die Ladegeschwindigkeit, die Meta-Tags (Title und Description) und die Strukturierung von Inhalte mit H-Überschriften.

3. Mobil-Freundlichkeit

Die Mehrheit der Suchanfragen wird von einem Mobilgerät gestellt. Google durchsucht und bewertet daher vorrangig die mobile Version einer Website. Eine mobilfreundliche Ansicht der Website im responsiven Design und für mobile Nutzer gut nutzbar mit kurzen Ladezeiten ist daher ein wichtiger Rankingfaktor.

4. Links

Verlinkungen von anderen Seiten (Backlinks) wertet Google als Empfehlung. Hierbei kommt es nicht nur auf die Menge, sondern auch auf die Qualität der verlinkenden Seiten an. Ebenso wichtig ist die interne Linkstruktur, bei der innerhalb der eigenen Website von der einen Unterseite auf die andere verwiesen wird.

5. Nutzer-Signale

Google beobachtet das Nutzerverhalten bei der Suche. Welches Suchergebnis hat der Nutzer geklickt (Klickrate)? Hat der Nutzer sofort nach dem Klick von den Suchergebnissen die Website wieder verlassen (Absprungrate)? Wie lange ist der Nutzer auf der Website geblieben (Verweildauer)? Dieses Verhalten der Nutzer wertet Google als Signal, ob die Website die richtige Antwort auf die Suchanfrage gegeben hat und passt das Ranking entsprechend bei den nächsten gleichen oder ähnlichen Suchanfragen an.

Für vertiefende Information empfehlen wir den  Startleitfaden zur Suchmaschinenoptimierung (SEO) von Google.

Die Optimierung der eigenen Website für die Suchmaschine beginnt bei der Website selbst. Der erste Schritt ist immer ein Überblick über die eigene Website und wie diese aktuell bei Google rankt. Ausgehend vom Ist-Zustand werden dann auf der Website (Onpage) und außerhalb der Website (Offpage) SEO-Maßnahmen umgesetzt, um das Ranking der Website bei relevanten Suchanfragen zu verbessern.

Welche SEO-Tools sind empfehlenswert?

Für die Analyse des Ist-Zustands und auch beim Optimieren sind viele SEO-Tools verfügbar – teils kostenfrei, teils kostenpflichtig.

Beginnen wir mit den Tools, die Google selbst zur Verfügung stellt:

  • Wie ist meine Website aufgestellt mit Thinkwithgogle
  • Ist meine Website mobilfreundlich? Search Google
  • Google Search Console: Registrieren, mit der eigenen Website verbinden – und damit informiert Google selbst über Probleme mit der Firmenwebsite.

Verschiedene SEO-Checks bieten einen umfassenden Blick auf den Ist-Zustand der Website und die möglichen Probleme.

  • SEOrch bietet als kostenloses Tool einen Rundum-Check der Website mit einem guten Überblick über Verbesserungspotenziale.
  • SEObility ermöglicht ein kostenloses Projekt.

Weitere große, kostenpflichtige Anbieter, die zumeist viele Funktionen vereinen, sind:

Im Besonderen für die Keyword-Recherche gibt es einige kostenlose Tools, die dabei unterstützen, die richtigen Suchbegriffe für die eigene Website festzulegen. Keywords, nach denen auch wirklich gesucht wird und die mehr Besucher auf die Website führen.

  • Ubersuggest ist ein kostenloses Tool, das bei der Suche nach Keywords unterstützt, indem es die Suggest-Funktion von Google für die weitere Keyword-Suche nutzt.
  • Keyword.io ist ein ebenfalls kostenloses Tool zur Keyword-Recherche.

Ebenso kann man bei der Keyword-Recherche die Google-Suche selbst nutzen. Zum einen die Suggest-Funktion von Google. Bei der Eingabe von Suchbegriffen schlägt Google automatisch erweiterte Suchanfragen vor. Zum anderen sind am Ende jeder Google-Trefferliste ähnliche Suchanfragen gelistet. Um einen Eindruck vom Suchvolumen zu bekommen eignet sich der Google Keyword Planer. Das Tool ist eigentlich für die Planung von Google Ads gedacht, bietet aber einen Anhaltspunkt zum ungefähren monatlichen Suchvolumen der Keywords.

Erste SEO-Tipps: So wird Ihre Website fit für SEO

Egal, welche Tools zum Einsatz kommen: Zum Abschluss verraten wir noch die ersten Schritte, wie du schnell deine Website checken und mit wenigen Maßnahmen eine grundlegende Basis für die gute Platzierung in Googles Suchergebnissen legst.

Kennt Google deine Website?

Prüfe mit einer Google-Suche nach deiner Seite (site:Website-URL), ob die Website bei Google auffindbar ist. Wenn nein, ist sie für die Google Crawler gesperrt (noindex im robot.txt). Am besten, du verbindest deine Website direkt mit der Google Search Console, denn dann informiert Google direkt, wenn es Probleme gibt.

Stimmen die technischen Voraussetzungen für meine Website?

Prüfe die Mobilfähigkeit der Seite, die Ladegeschwindigkeit und dass sich die Elemente der Website beim Laden nicht verschieben.

Unter welchen Suchbegriffen will ich gefunden werden?

Überlege, wonach genau Nutzer suchen würden, wenn sie nach deiner Dienstleistung oder deinem Produkt suchen. Welche Suchintentionen und Fragen kannst du auf deiner Website beantworten.

Welche Inhalte benötige ich auf meiner Website?

Prüfe deine Website-Inhalte und passe sie an. Ist ausreichend Content vorhanden? Sind die Keywords insbesondere im Titel, aber auch im Text eingebaut? Stimmt die Struktur der Überschriften (H1, H2, H3, …)?

Welche Meta-Tags überzeugen Google und den Nutzer?

Bearbeite Meta-Titel und Meta-Description für jede Unterseite. Wähle den Title so, dass er das Keyword enthält und ein Argument für den Nutzer, dieses Suchergebnis zu klicken. Mit der Meta-Description können dem Nutzer noch mehr Anlässe zum Klicken geliefert werden.

Verlinken die Seiten intern untereinander?

Verlinke deine Seiten sinnvoll untereinander. Das führt dazu, dass der Nutzer sich länger bei dir auf der Website aufhält und geben Google Hinweise auf weitere Seiten und deren Inhalt.


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