Marketing-Trends Teil 1: Inbound-Marketing – Dem Kunden bieten, was er sucht

Seit die ersten Unternehmen das Suchmaschinen-Marketing um die Jahrtausendwende für sich entdeckten, hat sich einiges geändert und Marketing ist seither im ständigen Wandel. Aus diesem Grund haben wir eine Blogreihe speziell zum Thema „Neuheiten im Marketing“ erstellt. In dieser Serie berichten wir von Trends in sozialen Netzwerken bis hin zu neuen Unternehmensführungsstilen. Der erste Beitrag stellt das Konzept des Inbound Marketings in den Mittelpunkt. Was das genau ist und wie es sich zur optimalen Kundengewinnung einsetzen lässt, erfahren Sie im Anschluss.

Inbound-Marketing: Leadgenerierung im 21. Jahrhundert

Inbound-Marketing ist eine gezielte Strategie, Kunden mit relevanten Inhalten anzuziehen und ihnen einen Mehrwert zu bieten. Eine gute Inbound-Marketing-Strategie hat den Vorteil, dass potenzielle Kunden von alleine zu Ihnen finden, sei es über Suchmaschinen, soziale Kanäle, Frageseiten oder Blogs. Im Gegensatz zum Outbound-Marketing, was die klassischen Werbemaßnahme, wie Flyer, TV oder Radiowerbung beinhaltet, müssen Sie somit nicht selbst aktiv werden und die Aufmerksamkeit des Kunden wecken.

Beim Inbound Marketing findet der Kunde dahingegen wie von selbst den Weg zu einem Produkt/ einer Dienstleistung. Man holt ihn zur richtigen Zeit am richtigen Ort ab, sozusagen genau dann, wenn er nach einer bestimmten Problemlösung sucht. Dieser Trend setzt sich nicht nur in der Werbung durch. Schließlich schaut man heutzutage lieber Netflix als Fernsehen oder hört Spotify anstatt Radio. Der Konsument ist mittlerweile daran gewöhnt bei der Suche nach Produkten, Medieninhalten oder Dienstleistungen genau das zu finden, was speziell auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Phasen des Inbound-Marketings

Folgende vier Etappen müssen Sie bei Ihrer Inbound-Marketing-Strategie einplanen:

  1. Anziehen: Zunächst möchten Sie Besucher auf Ihre Website oder eine Landing-Page bringen. Natürlich müssen Sie hierzu relevante Inhalte erstellen, die Ihrer definierten Zielgruppe einen Mehrwert bieten. Nur so ziehen Sie die richtigen Besucher an. In diesem ersten Schritt posten Sie beispielsweise Beiträge auf Ihrem eigenen Blog, auf Ihren Social-Media-Kanälen und veröffentlichen Gastbeiträge auf fremden Websites.
  2. Konvertieren: Sobald ein Besucher auf Ihrer Website ist, müssen Sie die Leadgewinnung beginnen. Um Leads zu gewinnen, können Sie eine Vielzahl von Tools verwenden, angefangen beim Newsletter-Anmeldeformular bis hin zum Live-Chat. Nutzen Sie eine Konvertierungsoption, die zu Ihrem Geschäft passt und potenzielle Kunden anspricht.
  3. Abschließen: Ein gewonnener Lead ist noch kein Kunde. Wenn Sie Kunden gewinnen möchten, müssen Sie den Lead von Ihrem Angebot begeistern. Senden Sie dem Kunden Newsletter mit interessanten Angeboten oder sammeln Sie zunächst weitere Daten über ihn, bevor ihr Team entscheidet, wie der Lead zum Kunden umgewandelt werden kann.
  4. Begeistern: Der Kunde hat nun das Gefühl bei Ihnen richtig aufgehoben zu sein und kommt gerne wieder, um sich bei Ihnen weiterhin zu informieren. Sie bieten ein umfassendes Kauferlebnis und schaffen Vertrauen.

Inbound-Marketing hört nach diesen vier Etappen nicht auf, denn ein erfolgreich konvertierter Neukunde wird im besten Fall ein Bestandskunde. Führen Sie regelmäßig Gespräche mit Ihrem Kunden und liefern Sie ihm maßgeschneiderte Inhalte, damit er immer wieder einen Kauf tätigt.

Ziele definieren und Ergebnisse messen

Damit Sie Besucher in Kunden verwandeln, müssen Sie zunächst Ziele definieren, um den Erfolg einzelner Phasen messen zu können. Folgende Faktoren sind generell ein Anzeichen für gut betriebenes Inbound-Marketing:

  • lange Verweildauer
  • niedrige Absprungrate
  • hohe Anzahl an Kommentaren
  • wachsende Anzahl an Abonnenten (Feed, Newsletter)
  • Likes, Retweets & Shares auf sozialen Netzwerken

Wenn Sie diese Ergebnisse messen können, begeistert Ihr Inhalt und die erste Phase ist Ihnen geglückt. Jetzt müssen Sie nur noch die Leads einsammeln – an dieser Stelle treten jedoch die ersten Probleme auf.

Wie überzeugen Sie Besucher, Ihren Newsletter zu abonnieren, ohne sie zu vergraulen? Eine beliebte Möglichkeit ist das sogenannte Exit-Intent-Pop-up. Bewegt ein Besucher den Mauszeiger an den Rand des Browserfensters, um den Tab zu schließen, erscheint ein Pop-up. Dieses kann ihn auffordern, sich für Ihren Newsletter anzumelden oder Sie bieten dem Verbraucher darin ein Freebie an (Gutschein, kostenloses eBook, etc.).

 

Checkliste Inbound Marketing

  • Inbound-Marketing sollte immer auf eine fest definierte Zielgruppe ausgerichtet sein.
  • Ziehen Sie Besucher mit passenden Inhalten auf ihre Website.
  • Konvertieren Sie Besucher in Leads und anschließend in Neukunden.
  • Pflegen Sie die Beziehung zu Ihren Kunden, damit sie regelmäßig bei Ihnen einkaufen.

 

Fazit und Vorteile des Inbound Marketings

Mit dem Trend Inbound Marketing kann man meist mit kostengünstigen Maßnahmen, was speziell für kleine und mittelständische Unternehmen geeignet ist, zielgerichtet potentielle Kunden ansprechen, da diese aus intrinsischer Motivation (= aus eigenem Antrieb) zu einem Unternehmen kommen. Vor allem zur Steigerung des Website-Traffics und Leadgenerierung dienen diese Maßnahmen besonders. Durch eine umfassendes Kauferlebnis fasst der Kunde vertrauen und wird immer wieder zu Ihnen zurückkehren.

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