Digital Leadership – Erfolgreich in der digitalen Welt

Digital Leaders? Steve Jobs, wir alle kennen ihn und wissen, er war zweifellos einer von ihnen. Doch wie viel “Steve Jobs”-Potential schlummert in Ihnen?

Beim digital Leadership geht es um Wissen und Fähigkeiten, Unternehmen in der heutigen, digitalen Welt richtig zu führen. Doch ist dies alles nur ein überbewerteter Hype? Viele deutsche Unternehmen sehen dies jedenfalls so. Möglicherweise liegt das auch daran, dass die “Digitalisierung” nicht greifbar ist – eine abstrakte Größe eben.

Allerdings wird der Ruf nach Führungskräften, die einen digitalen Mindset mitbringen und über Bereichsgrenzen hinweg fördern, immer lauter. Ein digital Leader ist am Puls der Zeit, ein vorausschauender digitaler Vordenker und hat technisches Hintergrundwissen. Wichtig ist, neben digitalen Skills, vor allem eine “Digital-First-Denkweise”. Sein Ziel ist es, Unternehmen erfolgreich durch die Digitalisierung zu führen.

Teamwork

Digitalisierung – mehr als nur neue Technologien

Auf der Co-Reach 2016 durften wir einen spannenden Vortrag von Ibrahim Evsan verfolgen. Er, ein absoluter Visionär und Internet-Philosoph, gab dem Publikum einen tollen Einblick in seine Welt der Digitalisierung. Kritisch aber zugleich mit einem guten Maß an Euphorie nahm er sich diesem Thema an und konnte als Keynote-Speaker absolut begeistern.

So steht fest: Der digitale Wandel ist mittlerweile bei nahezu jedem Unternehmen angekommen. Diese und deren Manager müssen sich mit der Digitalisierung und ihren Folgen für Leadership und Management auseinandersetzen. Und hierbei geht es um viel mehr als neue Technologien. Der Vortrag vermittelte uns einen groben Überblick über die Auswirkungen des digitalen Wandels auf Leadership und Management, die zentralen Trends und Triebkräfte in Zeiten der digitalen Wirtschaft und wie Erfolgsfaktoren als Führungspersönlichkeit und Manager gestärkt werden können.

Denn grundsätzlich kann jeder von uns die Welt verändern. Aber an woran liegt es, dass es noch viel zu wenige tatsächlich tun? Sind wir zu gemütlich?

Oder haben wir Angst zu viel preiszugeben?

Keine Zeit verlieren – Wissen wer man ist und was man möchte

Du kannst niemanden überzeugen, wenn du selbst nicht überzeugt bist. Du kannst niemanden bewegen, wenn du dich nicht bewegen lässt. Und du kannst nichts beeinflussen, wenn du die Werte verloren hast, die dich in diesen Beruf gebracht haben.
(Amir Kassaei, 2014)

Zu wissen wer man ist und was man möchte ist das A und O. Zwar gibt es viele neue Trends, denen viele Unternehmen folgen, auch zu Recht und mit Erfolg, doch sollte man immer im Hinterkopf behalten, ob dieser Weg auch für mich und mein Unternehmen der richtige ist. Denn nur wer authentisch ist und seinen Werten treu bleibt wird auf Dauer die Kunden für sich gewinnen können und erfolgreich sein.

Der Digital Lifestyle, den wir gerade leben, führt dazu, dass wir nicht mehr nachdenken müssen. Die Technologie nimmt uns alles ab, die Apps auf unseren Smartphones und Tablets sind für uns die Fernbedienung des Lebens geworden. Sie zählen unsere Schritte, wissen wo wir sind und geben uns Tipps für alle Lebenslagen. Wir versenden “uns” mittlerweile fast jeden Tag – Sei es mit über Facebook, Instagram oder Snapchat.

Ertappt – auch Sie haben gerade einen der genannten Kanäle nebenbei geöffnet? Da können wir Sie beruhigen, sie sind damit definitiv nicht alleine. Hier können Sie die Aufrufe der bekanntesten Internetriesen live mitverfolgen:


Klicken Sie auf die Animation, um die Originalversion zu öffnen (via pennystocks).

Aber nicht nur wir sind auf Selfies im Netz verewigt. Wir haben bereits die ganze Welt, jeden Ort, auf Bildern aufgenommen. So gesehen gibt es nichts mehr Spannendes zu erleben, denn es wurde schon alles online reproduziert.

Der Digital Lifestyle übernimmt unseren Alltag

An dieser Stelle sollten wir laut Ibrahim Evsan einen Break machen, denn die Technologien nehmen Überhand und sind kein Helfer mehr, sondern übernehmen unseren kompletten Alltag.

Zwar ist es selbstverständlich wichtig nicht stehen zu bleiben, sondern immer wieder mit neuen Ideen und Technologien trumpfen zu können, dennoch kann auch das eine negative Veränderung mit sich bringen. So hat beispielsweise Adidas einen Ball mit integrierten Sensoren entwickelt, der den Erfolg des Spielers misst. Mit Sicherheit wird sich dieser Fußball durchsetzten und einen großen Absatzmarkt finden. Es ist ja auch großartig zu wissen, wie gut ein Spieler ist, oder? Aber denkt man weiter darüber nach, fällt auf: Adidas weiß zukünftig, in wem und wo sich ein neues Talent verbirgt. Das kann auf der einen Seite klar positiv sein auf der anderen Seite bedeutet das aber auch, dass wir unsere Transparenz immer weiter vorantreiben.
In diesem Zusammenhang lohnt es sich auch darüber nachzudenken, wie befreiend es sein kann sich dieses Balasts, wie die unzähligen Apps, die ständig neue Push-Nachrichten an uns versenden, zu entledigen. Denn nur so können wir dem medialen Stress, den wir uns im übrigen zu einen großen Anteil selbst schaffen, wieder etwas entkommen, verlieren und gewinnen zugleich neue Freiheiten und haben den Kopf für wichtige Dinge frei.

Besser wäre also ein Motto für die Zukunft wie “Wenn mich das Netz ausnutzt, nutze ich es aus”, um es mit den Worten Evsans zu sagen.

Social Media bedeutet “Ich bin für dich da”

Der vernetzte Kunde erwartet auch eine vernetzte Organisation, die wiederum sinnvolles bzw. für ihn interessantes postet. Die Inhalte müssen ihm einen Mehrwert bieten und vermitteln, dass er für jede Situation die richtige Expertise und Unterstützung erhält.

Und das zur jeder Zeit und überall, digital eben. Und genau hier greift der Ansatz von gerade eben. Ist es nicht das, was sich der Kunde wünscht, wird er diese “Social-Media-Beziehung” früher oder später abbrechen und sich so von diesem Ballast befreien.
Aus diesem Grund muss jeder, vor allem hinweg aber der Digital Leader, uneingeschränkt zum Botschafter der eigenen Firma, bzw. der eigenen Produkte werden.

Die Vorstufe des Digital Leaderships ist das Connected Leadership. Dabei geht es darum, sich in relevanten Netzwerken als Experte zu positionieren. Dies kann nur durch crossmediales Networking erreicht werden – natürlich auch nicht von heute auf morgen. Klar ist auch, dass letztendlich nicht jeder als Influencer wahrgenommen werden wird. Allerdings geht es hierbei auch eher darum im Social Web gut aufgestellt zu sein und ein junges und innovatives Denken vorzuleben. Ein Connected Leader nutzt verschiedene digitale Tools, um sich sein Leben zu erleichtern. Auch ist New Work (Crowdsourcing, Instant-Messaging-Dienste, wie Slack, Crowdfunding etc.) Teil des Connected Leaderships.

Wir müssen Teil der Digitalität werden

Gerade weil es so schwierig ist zum Digital Leader zu werden, gibt es in Deutschland auf diesem Gebiet noch erheblichen Nachholbedarf, denn Organisationen müssen sich eng mit dem Kunden vernetzen. Laut der Studie „Digital Leader – Leadership im digitalen Zeitalter“ von Crisp Research im Auftrag von Dimension Data aus dem Jahr 2015, verfügen nur sieben Prozent der Führungskräfte in der DACH-Region über diese notwendigen Kompetenzen. Der Großteil gehört noch zu den Digital Beginners. Die komplette Studie finden Sie hier.

Wir konnten von den verschiedenen Vorträgen auf der Co-Reach viele Eindrücke und neue Perspektiven gewinnen. Konnten auch Sie schon von Messen und Vorträgen profitieren und neue Erkenntnisse für Ihr Unternehmen sammeln? Diskutieren Sie mit!

Unsere Impressionen der Co-Reach 2016

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