Clubhouse-App: Ihre Funktionen und exklusives Marketing

Die Clubhouse-App erfährt derzeit einen regelrechten Hype. Doch was steckt hinter dieser Social-App, was sind die Funktionen von Clubhouse und wie kommt man an eine Einladung? Wir fassen zusammen, worum es bei der neuen App Clubhouse geht und ob es sich lohnt, Mitlied zu werden.

Was ist Clubhouse genau?

Screenshot der Clubhouse-App

Die App Clubhouse erlebt seit Tagen einen Aufschwung in Deutschland. Das Programm stammt von einem Start-Up Unternehmen aus San Francisco und wurde von den Unternehmern Paul Davison und Rohan Seth gegründet. Es handelt sich um eine Plattform, die ausschließlich auditive Kommunikation zwischen den Nutzern unterstützt.

Das Prinzip dabei ist simpel: Ein Sprecher eröffnet einen Raum und beginnt über ein mehr oder weniger festgelegtes Thema zur reden. Ihm können weitere Sprecher in die Diskussion folgen. Zuhörer lauschen der Auseinandersetzung. Sie können verschiedenen Räumen beitreten und diese wann sie möchten auch wieder verlassen

Innerhalb eines Raumes gibt es drei Arten von Rollen:

  • Moderatoren: Sie leiten den Raum und haben die Möglichkeit, Zuhörer zu Sprechern zu machen und ihnen das Wort zu übergeben.
  • Speaker/Sprecher: Wer zu den Sprechern gehört, wird vom Moderator bestimmt. Nutzer, die in der Rolle eines Sprecher sind, können aktiv am Gespräch teilnehmen.
  • Zuhörer: Trittst du einem Raum bei, bist du zunächst ein Zuhörer und kannst das Gespräch live mitverfolgen. Nutzer, die sich in der Rolle des passiven Zuhörers befinden, können virtuelle ihre Hand heben. Der Moderator kann dann dem Nutzer die Möglichkeit geben, auch etwas in dem Raum sagen zu können.

Generell kann jeder Nutzer einen Gesprächsraum zu einem Thema eröffnen. Der Erstseller entscheidet selbst, welche Freigabe der Raum erhalten soll:

  • Private Räume: Nur ausgewählte und eingeladene Personen können dem Raum beitreten
  • Trusted Räume: Nur Personen des eigenen Followerkreises können eintreten
  • Öffentliche Räume: Alle Nutzer können teilnehmen

Eine Like oder Kommentarfunktion gibt es in der App nicht. Nutzer können also kein schriftliches Feedback hinterlassen.


Ein Exklusiver Marketingtrick

Derzeit ist es noch gar nicht so einfach, ein aktiver Nutzer der Plattform zu werden. Denn um an eine Einladung zu Clubhouse zu gelangen, musst du von einem bereits aktiven Nutzer eingeladen werden. Dabei stehen jedem Nutzer zu Beginn nur zwei Einladungen zur Verfügung, die er beliebig an Freunde vergeben kann. Durch eine aktive Teilnahme an der App, kannst du dir weitere Einladungen dazuverdienen. So zum Beispiel, indem du eigene Räume erstellst, als Moderator tätig bist oder dich als Sprecher an einer Diskussion beteiligst. Eine Warteliste schafft Abhilfe, wenn man über keine Einladung verfügen kann. Auf Telegram existieren Gruppen, über die Nutzer ihre Einladung an Interessierte weitergeben können. Jeder Nutzer kann dann nach seiner Registrierung wieder weitere Mitglieder aus der Gruppe einladen.

Aktuell gibt es die App vorerst nur für Nutzer eines iOS-Geräts. Das Einladungs-Prinzip ist Teil des Erfolgskonzepts der Clubhouse-App. Klar ist, dass es dem Netzwerk dadurch einen exklusiven und elitären Charakter verleiht. Zudem wird Clubhouse mit den sozialen Netzwerken verknüpft, wo die Inhalte der Diskussionen schriftlich kommentiert werden können. Als Konsequenz möchten noch mehr Leute ein Teil der Gemeinschaft werden, um mitreden zu können, da man ansonsten etwas verpassen könnte. Genannt wird dieses Phänomen die „Fear of Missing Out“, kurz FOMO. Diese spiegelt den Reiz von Clubhouse wider: Wertige Diskussionen sind nur im Moment des Hörens verfügbar. Sie sind nicht on demand wiederholbar und exkludieren so alle Personen, die nicht teilnehmen.

Anders als Hörspiel- oder Podcast-Apps bietet Clubhouse die Gespräche nur in Echtzeit an: der exklusive Charme der App wird dadurch nur weiter unterstrichen. Auch Influencer und Stars, die ihre Anmeldung in der Öffentlichkeit mit ihrer Community teilen, tragen dazu bei, dass die Popularität der App einen so starken Anstieg erfahren hat.


Lohnt es sich Mitglied zu werden?

Möchtest du gerne etwas neues ausprobieren und einen zusätzlichen Kanal bedienen, ist die App derzeit eine gute Lösung. Jeder kann hier einen Chat starten und dabei auswählen, wer zu diesem Zugang hat. Als Nutzer kann man zudem schnell mit Experten ins Gespräch kommen, mit denen sonst eine Kontaktaufnahme eher schwierig ist.

Kritikpunkte

Da sich die Clubhouse-App in der Beta-Phase befindet gibt es derzeit noch einige Unklarheiten und Kritikpunkte.

Datenschutz

Um sich auf der Plattform anmelden zu können, ist eine Telefonnummer nötig. Hast du dich auf Clubhouse eingeloggt, wirst du aufgefordert der Anwendung Zugriff auf deine Kontakte zu geben. Dadurch soll es dir erleichtert werden zu sehen, welche deiner Freunde bereits auf Clubhouse sind. Du kannst zwar den Zugriff verweigern. Dann aber fällt die Möglichkeit weg, Einladungen an Freunde zu versenden – ein essentieller Bestandteil der App.

Des Weiteren werden Gespräche von der App (verschlüsselt) aufgezeichnet. Die Nutzer geben ihre Rechte auf die veröffentlichten Audio-Inhalte an die Plattform selbst ab.

Mangelnde Kontrolle der Inhalte

Durch die Live-Funktion der App können die Inhalte und Speaker nur verzögert durch den Anbieter kontrolliert werden. Verstöße können dadurch erst verspätet geahndet werden. Gibt es eine Beschwerde über einen bestimmten Nutzer, kann nicht nur dieser entfernt werden, sondern es wird auch die Person entfernt, die den betreffenden User eingeladen hat.

SELLWERK goes Clubhouse

Natürlich sind auch wir mit dabei uns haben uns den neuen Trend gleich mal angeschaut. Unser Experte Gregor Faltin ist schon fleißig mit am Start. Um nichts zu verpassen folgt ihm gleich auf Clubhouse und verpasst keinen Talk mit ihm.

Wann? Do 28.1.2021 12:00 – 12:45 Uhr
Thema: Positive Bewertungen generieren, auf negative Bewertungen reagieren.

Kommt dazu und teilt eure Erfahrungen und tauscht euch mit unseren Experten und anderen Unternehmern aus.

Fazit

Das Konzept der Clubhouse-App ist neu und gibt es in dieser Form noch nicht. Mit der App kannst du dir Wissen von allen von Speakern vorgetragenen Bereichen aneignen, die dich interessieren. Zum jetzigen Zeitpunkt ist allerdings nur eine kleine Personengruppe in Deutschland aktiv. Ob die Clubhouse-App ihren Weg auch zur breiten Masse findet, bleibt abzuwarten.

Auch interessant:



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.